Was ist das archetypische Maskenspiel?

Archetypische Maskenspiel

Was ist das archetypische Maskenspiel?

Das archetypische Maskenspiel ist eine mehrtätige Gruppenarbeit zur Aktivierung neuer Wahrnehmungsstränge und Entwickeln neuer Perspektiven auf das Selbst und die Welt. Dabei gestalten die maskentragenden Spieler alleine oder zu mehrt theatrale Maskenspiele/ Szenen auf einer Bühne. Alle Teilnehmer nehmen abwechselnd als Spieler oder als beobachtender Zuschauer an den theatralen Darstellungen teil. 

Das archetypische Maskenspiel ist eine Form des  immersives Theater, da alle Teilnehmer durchgehend wichtige Bestandteile des Geschehens sind. Gemeinsam werden archetypische und alltägliche Szenen auf die Spielfäche gebracht und anschließend mit den zuschauenden Teilnehmern besprochen. Es können auch biographische Episoden in Szene gesetzt werden, um diese nochmals theatralisch im Rahmen des Maskenspiel zu verarbeiten.

Im Kern geht es immer darum die Welt  an sich und gesellschaftliche Ereignisse nachzustellen und zu umspielen, um daraus einen Erkenntnisgewinn abzuleiten. Die Art des Erkenntnisgewinn kann mannigfaltig sein. 

Das Publikum mag dabei zuerst, von außen betrachtet, während des Maskenspiel als passiv erscheinen. Jedoch ist die aktive Betrachtung des Bühnengeschehens von wesentlicher Bedeutung. Zum einem kann der Zuschauer immer wieder in die Rolle eines Mitspielers wechseln. Zum anderen trägt dem Zuschauer eine wichtigen Beitrag beim Teilen von Gesehenen und Wahrgenommenen nach dem Maskenspiel bei.

Gemeinsame Bestandteile mit anderen Theaterformen

Das archetypische Maskenspiels teilt sich verschiedene Aspekte mit anderen Theaterformen wie zeitgenössischen Theater und auch mit der antiken, griechischen Tragödie bzw. des asiatischen Noh-Theaters

Theaterraum

  • Raum für die Schauspieler - Bereich der Wandlung, Verinnerlichung seiner Identität - Raum ist wichtig für die innere Verwandlung des Darstellers- im Noh-Theater  „Spiegelraum = kagami no ma“
  • Zuschauerraum (Theatron)
  • Bühne  als Spielraum, Spielfläche und vermittelnde Brücke zwischen Spieler und Publikum (Vor- und Hinter dem Vorhang)

Teilnehmer

  • Spieler - 1 und mehr Darsteller, Akteure
  • Publikum - 5 bis 12 Zuschauer

Metamorphose

  • Repräsentation als Basisfunktion des Theaters -  Der Spieler repräsentiert etwas anderes  auf der Bühne (repräsentieren - für etwas anderes stehen)
  • Wandlung / Verkleidung  - mittels Maske, Gewand, Accessoires/ Requisiten - Der Spieler verwandelt sich im Äußerlichen und wird zur Figur.
  • Figur / Rolle  - Mimik, Gestik, Stimme - „geistige Metamorphose“
  • Spiel - Stück

Funktionelle Rahmen

  • Zeitraum (Abgrenzung)
  • Regeln
  • Spielleiter / Bühnenleiter